Immobilien finanziell einordnen
Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf
Zum Kaufpreis kommen Nebenkosten von rund 9 bis 15 Prozent – für Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und meist einen Teil der Maklerprovision. Sie sind in der Regel aus Eigenkapital zu tragen und entscheiden mit, wie viel Sie wirklich finanzieren müssen.
Aktualisiert am 24. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
Woraus die Kaufnebenkosten bestehen
Die Nebenkosten setzen sich aus mehreren Posten zusammen. Die größte Position ist meist die Grunderwerbsteuer, gefolgt von einer eventuellen Maklerprovision sowie Notar- und Grundbuchkosten.
| Posten | Höhe (ca.) |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 – 6,5 % (je Bundesland) |
| Notar | ~1,0 – 1,5 % |
| Grundbucheintrag | ~0,5 % |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 0 – 3,57 % |
| Summe | ≈ 9 – 15 % |
Grunderwerbsteuer nach Bundesland
Die Grunderwerbsteuer legt jedes Bundesland selbst fest. Die Spanne ist erheblich – von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in mehreren Ländern:
| Bundesland | Satz |
|---|---|
| Bayern | 3,5 % |
| Baden-Württemberg | 5,0 % |
| Hamburg | 5,5 % |
| Berlin | 6,0 % |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % |
| Brandenburg / Schleswig-Holstein / Saarland / Thüringen* | 6,5 % |
Ohne Gewähr
*Die Sätze können sich ändern. Bitte den aktuellen Satz Ihres Bundeslandes prüfen. Den konkreten Betrag inklusive aller Nebenkosten ermittelt der Immobilienkauf-Rechner.
Nebenkosten und Eigenkapital
Banken finanzieren in der Regel den Kaufpreis, aber nicht die Nebenkosten. Diese sollten Sie aus Eigenkapital bezahlen. Als solide Faustregel gilt: mindestens die Kaufnebenkosten plus etwas mehr als Eigenkapital mitbringen. Sonst steigt die Kreditsumme über den Immobilienwert – das verteuert die Finanzierung spürbar.
Häufige Fragen
Quellen
- [1]Kaufnebenkosten und Grunderwerbsteuer – Finanztip (2024)
- [2]Nebenkosten beim Immobilienkauf – Verbraucherzentrale (2024)