Sparen mit ETFs
Der Cost-Average-Effekt
Wer regelmäßig einen festen Betrag investiert, kauft bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen weniger. Dieser Durchschnittskosten-Effekt glättet den Einstieg und nimmt die Zeitpunktfrage aus dem Kopf – er ist aber kein Renditewunder.
Aktualisiert am 24. Juli 2026 · 5 Min. Lesezeit
Das Prinzip
Beim Sparplan investieren Sie immer denselben Betrag. Weil die Kurse schwanken, bekommen Sie dafür mal mehr, mal weniger Anteile. Das führt automatisch zu einem durchschnittlichen Einstiegskurs – Sie kaufen antizyklisch, ohne nachzudenken.
| Monat | Kurs | gekaufte Anteile |
|---|---|---|
| Januar | 100 € | 1,00 |
| Februar | 80 € | 1,25 |
| März | 50 € | 2,00 |
| April | 80 € | 1,25 |
| Mai | 100 € | 1,00 |
In diesem Beispiel haben Sie 500 € investiert und 6,5 Anteile erhalten – ein Durchschnittspreis von rund 77 €, obwohl der Kurs im Mittel bei 82 € lag. In den günstigen Monaten haben Sie automatisch mehr gekauft.
Kein Renditewunder
Wichtig zur Einordnung: Der Cost-Average-Effekt ist kein Trick für höhere Renditen. Gegenüber einer sofortigen Einmalanlage ist gestaffeltes Investieren im langfristigen Mittel sogar leicht im Nachteil, weil das Geld im Schnitt kürzer investiert ist. Sein Wert liegt woanders.
Der eigentliche Nutzen ist psychologisch
Der Cost-Average-Effekt nimmt die quälende Frage nach dem „richtigen“ Zeitpunkt. Er macht das Investieren zur Gewohnheit und hilft, auch in Krisen ruhig weiterzukaufen. Diese Disziplin ist langfristig mehr wert als jedes Timing.
Häufige Fragen
Quellen
- [1]Cost-Average-Effekt – Einordnung – Finanztip (2024)
- [2]Sparpläne und Durchschnittskosten – Stiftung Warentest / Finanztest (2024)