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ETFs verstehen

Rebalancing: Portfolio wieder ins Gleichgewicht bringen

Mit der Zeit verschieben sich die Gewichte in deinem Portfolio, weil einzelne Bausteine unterschiedlich stark wachsen. Rebalancing stellt die ursprüngliche Aufteilung wieder her – das hält dein Risiko konstant und diszipliniert dich, günstig nachzukaufen.

Aktualisiert am 16. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Warum Rebalancing?

Angenommen, du hast dein Portfolio auf 70 % Industrieländer und 30 % Schwellenländer ausgerichtet (Weltportfolio). Läuft ein Teil stärker, verschiebt sich das Verhältnis – dein Risiko verändert sich, ohne dass du es entschieden hast. Rebalancing bringt die Ziel-Aufteilung zurück.

ZeitpunktIndustrieländerSchwellenländerAbweichung
Start70 %30 %
nach starkem IL-Jahr77 %23 %+7 %
nach Rebalancing70 %30 %0 %
Beispiel: Wie ein 70/30-Portfolio driftet

Zwei gängige Methoden

  • Kalender-Methode: Du prüfst zu einem festen Termin (z. B. einmal jährlich) und stellst die Zielgewichte wieder her. Einfach und planbar.
  • Schwellenwert-Methode: Du justierst erst, wenn ein Baustein um mehr als eine festgelegte Grenze (z. B. 5 Prozentpunkte) abweicht. Reagiert gezielter, erfordert aber gelegentliches Nachsehen.

Beide funktionieren. Wichtiger als die Methode ist, dass du überhaupt eine Regel hast und sie einhältst.

Am günstigsten: mit frischem Geld

Statt zu verkaufen (was Steuer auslösen kann), lenke einfach deine Sparraten verstärkt in den zu leicht gewordenen Baustein. So rebalancierst du nach und nach – ohne Verkäufe, ohne Steuer, ohne extra Kosten.

Wie oft ist sinnvoll?

Häufiger ist nicht besser: Jedes Umschichten kann Kosten und Steuern verursachen. Für die meisten reicht einmal pro Jahr oder eine 5-Prozent-Schwelle. Bei einer Ein-Fonds-Lösung (FTSE All-World) entfällt das Rebalancing zwischen Regionen sogar ganz – der Index gewichtet automatisch.

Häufige Fragen

Quellen

  1. [1]Rebalancing von Portfolios Stiftung Warentest / Finanztest (2024)
  2. [2]Portfoliostruktur und Risikosteuerung Verbraucherzentrale (2024)

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